Noni

Noni sind die Früchte des Noni-Baumes (Morinda citrifolia), der in Süd- und Zentralamerika, Südostasien, Polynesien, Nordaustralien und auf Madagaskar wächst. Der Noni-Baum ist ein immergrünes Gewächs und kann drei bis fünf Meter hoch werden. Die Noni-Frucht hat eine birnenartige Form und kann eine Größe von 15 cm erreichen. Die reifen Früchte enthalten viele Samenkerne.
Nutzung der Noni-Pflanze
In Polynesien gilt Noni als gesundheitsförderndes Lebensmittel. Bei vielen traditionellen Speisen wie Salat- und Fischgerichten wird Noni zugegeben. Die Früchte sind reich an Enzymen, Vitaminen, Fett- und Aminosäuren, Nähr- und Vitalstoffen. Ihnen wird eine stärkende und kräftigende Wirkung nachgesagt. Die Blätter des Baumes werden roh oder gekocht verzehrt. Am bekanntesten ist allerdings der Noni-Saft, der aus den Früchten gewonnen wird.
Noni-Saft
Die Vermarktung des Noni-Saftes als Lebensmittel ist seit 2003 in der Europäischen Union gestattet. Die Zulassung bedeutet, dass es sich um ein Lebensmittel handelt, das durch seinen Verzehr keine gesundheitlichen Gefahren für die Verbraucher birgt.
Noni-Saft werden verschiedene gesundheitsfördernde und heilende Wirkungen zugeschrieben. So soll er zu hohen Blutdruck senken, die Zellstruktur verbessern, Schmerzlinderung bei Arthrose bewirken, das Tumorwachstum bei Krebserkrankungen hemmen, das Immunsystem stärken, entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzstillend wirken. Empfohlen wird Noni-Saft auch bei chronischen Erschöpfungszuständen, Asthma, Magengeschwüren, Diabetes und als Kompresse bei Hautkrankheiten.
Bis heute gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für die gesundheitsfördernde Wirksamkeit des Noni-Saftes bei Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Asthma oder Arthritis. Aus diesem Grund darf bei der Vermarktung des Noni-Saftes nicht mit gesundheitsfördernden Eigenschaften geworben werden. Noni-Saft und andere Noni-Produkte sind weder in der EU noch in den USA als Arzneimittel zugelassen.
Noni-Saft soll seine volle Wirkung entfalten, wenn er auf nüchternen Magen eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken wird. Nach drei Monaten wird eine Pause der Einnahme des Saftes empfohlen.
Noni-Saft hat in etwa die gleichen gesundheitsfördernden Wirkungen wie andere Fruchtsäfte.

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