Es ist schon erstaunlich, wie viele Werte ungenutzt irgendwo herum liegen. Gold zählt meist an erster Stelle dazu. Egal, ob es sich um altes Zahngold, kaputte Ringe, Ketten oder sonstige Schmuckstücke handelt, oder eben solchen Schmuck, der zwar Staub ansetzt aber vermutlich nie wieder getragen wird. Das kann gleichermaßen darin begründet sein, dass das Geschmeide völlig aus der Mode gekommen ist, wie auch mit unangenehmen Erinnerungen zusammen hängen. Ein alter Ehering, dessen Grundvoraussetzung längst nicht mehr besteht, kann ebenso dazu gehören, wie Schmuckstücke, die mit Verarbeitungsweisen angefertigt wurden, die heute kein Mensch mehr tragen möchte.
Wohin mit dem alten Gold?
Viele Juweliere bieten den Goldankauf dieser Werte an. Zum jeweiligen Ankauf-Tageskurs wird das Gold pro Gramm bezahlt. Meist sofort und in bar. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Schmuck intakt oder beschädigt ist. Was zählt ist einzig und allein das Gewicht. Dieses wird anhand der Reinheit des Goldes, wie beispielsweise 750er oder 900er Gold, ermittelt. Wer größere Werte verkaufen möchte, sollte ggf. einen Zeugen bei sich haben, der nicht nur die Vorgänge bestätigen, sondern auch ein sichereres Gefühl geben kann.
Wie sicher kann Betrug ausgeschlossen werden?
Gänzlich ausgeschlossen werden kann Betrug weder auf Käufer- noch auf Verkäuferseite. Wobei es der Verkäufer etwas einfacher hat. Möchte er eine Kette aus 750er Gold verkaufen und verfügt über die Möglichkeit, das Schmuckstück genau auszuwiegen, braucht er nur den Tageskurs für den Ankauf pro Gramm und davon 75 Prozent zu errechnen. So ergibt sich eine relativ genaue Bestimmung, was ein Juwelier für das gute Stück bezahlen sollte. Liegt der angebotene Ankaufspreis sehr weit darunter, sollte ein weiteres Angebot eingeholt werden. Zumindest liegt in dem Fall der Verdacht des versuchten Betruges nahe. Sofern ein Juwelier beispielsweise echte Brillanten nicht erkennt oder erkennen will und angibt, sie müssten dem Gewicht ersatzlos abgezogen werden, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Der Juwelier kann allerdings seinerseits nie sicher sein, dass er keine Hehlerware ankauft. Insofern sollte generell zunächst einmal Vertrauen gegen Vertrauen gelten.