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Aus der Webseite der SBB

Neuer Name:
Aus Luzern-Stans-Engelberg-Bahn und Brünigbahn wird



Luzern-Stans-Engelberg-Brünig




Josef Langenegger,
Geschäftsführer der neuen Zentralbahn.

Ab 2005 verkehren auch am Fusse des Pilatus nicht mehr zwei, sondern nur noch eine Bahn,
die Zentralbahn.

Es wird den MitarbeiterInnen der Bahnen sowie für die Bevölkerung auf der ganzen Strecke und den vielen Bahnfreunden in der ersten Zeit komisch vorkommen, nicht mehr die Namen LSE und Brünig sagen zu können, wenn die ersten ZB-Züge auf der Strecke verkehren.

Fotocollage: Peter Loup

Communiqué vom 07.07.2004

Zusammenschluss der beiden Bahnen definitiv auf 1. Januar 2005

Aus LSE und SBB Brünigbahn wird «Zentralbahn»

Die beiden Unternehmen Luzern-Stans-Engelberg-Bahn (LSE) und SBB Brünigbahn werden definitiv auf den 1. Januar 2005 fusioniert. Die neue Gesellschaft trägt den Namen «Zentralbahn». Name und Logo sowie das weitere Vorgehen sind am Mittwoch an einer Medienorientierung in Luzern vorgestellt worden.

Alle zuständigen Gremien und Behörden haben der Fusion zugestimmt. Zuletzt gaben vor Wochenfrist der Bundesrat und der Landrat Nidwalden, das Kantons-
parlament, grünes Licht. Der Bundesrat dehnte die Konzession der LSE auf die Brünglinie der SBB aus und der Landrat stimmte dem Aktionärsbindungsvertrag zu, der den Kantonen und der Gemeinde Engelberg als Aktionäre auch künftig ein Mitspracherecht garantiert.

Die SBB Brünigbahn wird in die LSE eingebracht. Konkret überträgt die SBB den Bereich Brünigbahn an die LSE. Das Aktienkapital der LSE wird entsprechend erhöht, die SBB wird dadurch Mehrheitsaktionärin. Sitz der Zentralbahn wird Stansstad, der bisherige Sitz der LSE. Geleitet wird die Zentralbahn von Josef Langenegger, Geschäftsführer der SBB Brünigbahn, der bereits seit dem 1. April 2004 auch die LSE leitet.

«Hinter dem Zusammenschluss stehe die gemeinsame Einschätzung, dass die beiden Bahnen allein in der künftigen Bahnlandschaft Schweiz einen schweren Stand hätten», sagte Ferdinand Keiser, Verwaltungsratspräsident der LSE an der Medienorientierung in Luzern. Die Fusion ermögliche Produktionsgewinne, die geplanten qualitativen und quantitativen Angebotsausbau (S-Bahn Luzern und Tunnel Engelberg) ohne höhere Abgeltungskosten für die öffentliche Hand ermöglichten.

«Vor dem Hintergrund des neusten Sparprogramms des Bundes ist der Zusammenschluss der beiden Bahnen nicht mehr nur eine glückliche Fügung, sondern eine betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit», erklärte Michel Berchtold, Leiter SBB-Regionalverkehr.

Potenziale zur Kostensenkung orteten die beiden Bahnen in den Bereichen Fahrzeugbeschaffung, Management, Verwaltung, Produktion und Unterhalt. Schon heute werden die Talpendelzüge der Brünigbahn, die auf der Nordseite im Einsatz sind, durch die LSE in Stansstad ausgeführt. Die neue Gesellschaft rechnet dank der Synergieeffekte mit Kosteneinsparungen von jährlich drei bis vier Millionen Franken. Entsprechend verringern sich die Abgeltungen der Bestellerkantone.

Die beiden Bahnen bieten zur Zeit insgesamt 281 Vollzeitstellen an. Durch die Zusammenlegung von Verwaltung und Betriebsführung werden voraussichtlich etwa 13 Stellen abgebaut, wie Josef Langenegger bekannt gab. Entlassungen werde es keine geben, den Betroffenen würden in anderen Bereichen oder bei der SBB neue Stellen angeboten.

LSE und SBB Brünigbahn haben heute schon viele Gemeinsamkeiten: Beide sind sowohl Touristen- als auch Pendlerbahnen. Zudem benützen die beiden Bahnen seit jeher gemeinsam zwischen Luzern und Hergiswil am See das gleiche Bahntrassee.

LSE und SBB Brünigbahn in Zahlen

Strecken:

   
SBB Brünigbahn: Luzern–Interlaken Ost 74 km  
LSE: Luzern–Engelberg 33,5 km 107,5 km

Beförderte Personen 2003:

   
SBB Brünigbahn: 3,35 Mio  
LSE: 2,33 Mio 5,68 Mio
Personenkilometer 2003:    
SBB Brünigbahn: 76,1 Mio  
LSE: 25,5 Mio 101,60 Mio
Betriebsertrag 2003:    
SBB Brünigbahn: 55,6 Mio Franken  
LSE: 17,7 Mio Franken 73.30 Mio

Vollzeitstellen 2003:

   
SBB Brünigbahn: 203  
LSE: 78 281

 

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