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Bahntunnel Grafenort-Engelberg wird massiv teurer


Regionews aus www.zisch.ch 03.09.2003 15:24

Der neue Bahntunnel zwischen Grafenort und Engelberg kostet statt 68 Millionen 105 Millionen Franken. Die Mehrkosten werden vor allem mit geologischen Problemen begründet.

Die Luzern-Stans-Engelberg-Bahn (LSE) sowie die Kantone Ob- und Nidwalden haben am Mittwoch über die Probleme bei dem 2001 begonnenen Tunnelbau informiert. Statt im Herbst 2005 dürfte die neue Strecke erst Ende 2006 eröffnet werden.
Insgesamt beläuft sich der Mehraufwand auf 37 Millionen Franken, oder 54 Prozent der ursprünglich angenommenen Kosten. Die Finanzierungsvereinbarung sieht vor, dass der Bund davon 85 Prozent übernimmt.
Ob- und Nidwalden haben je 7,5 Prozent zu tragen. 21 Millionen Franken Mehrkosten gehen auf geologische Schwierigkeiten zurück.
So brach 2002 Wasser ein. Im laufenden Jahr gab es zwei Niederbrüche. Die geologischen Risiken seien zwar schon in der Planung bekannt gewesen, sie hätten wegen den schwierigen Verhältnissen aber nicht in allen Punkten abschliessend geklärt werden können, heisst es in der Mitteilung der LSE.

Keine Sondierbohrungen
Aus Kostengründen war auf Sondierbohrungen verzichtet worden. Die Einbrüche und die teilweise sehr ungünstige Geologie wären indes auch mit Sondierbohrungen kaum voraussehbar gewesen, schreibt die LSE.Mehrkosten verursachen zudem ein neues Sicherheitskonzept für Tunnelbrände (rund 2,5 Millionen) sowie die Teuerung (10 Millionen). Dazu kommt eine Reserve. Das Projekt selbst sei sehr genau budgetiert worden, heisst es in der Mitteilung.Der vier Kilometer lange Tunnel zwischen Grafenort und Engelberg soll ab Ende 2006 die heutige Steilrampe ersetzen. Weil damit die maximale Steigung von 246 Promille auf 105 Promille gesenkt wird, kann die Kapazität der Bahn erhöht werden.Dank des Tunnels werden die Unterhalts- und Betriebskosten tiefer liegen als heute und für die LSE und die Brünig-Bahn können neu dieselben Fahrzeuge beschafft werden.

Ziel bleibt
Die beiden betroffenen Kantonsregierungen nehmen von den «ausserordentlichen Mehrkosten» Kenntnis, wie sie mitteilten. Das Ziel des Projekts, nämlich kürzere Fahrzeiten und eine bessere Anbindung an Luzern, sei nicht gefährdet. sda.



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